IMG_0240-4

Dieses Zitat von David Alan Harvey ist einer meiner Lieblingssprüche zum Thema Fotografie.

Und wenn ich mir meine Fotos anschaue, dann habe ich schon immer – bewußt oder unbewußt – versucht einzufangen, wie es sich in dem Moment ANGEFÜHLT hat, genau dort zu sein, das zu sehen, was man gesehen hat. Viel wichtiger, als perspektivisch korrekt alle Einzelheiten der Umgebung abzubilden…Auch bei meinen Familienshootings ist dies eins meiner Leitmotive, das ich im Herzen trage und versuche anzuwenden.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf werden Eure Fotos schnell viel aussagekräftiger, fangen den Betrachter ein, werden mehr als ein Schnappschuss. Versucht es mal!

Was das im Einzelnen bedeuten kann:

.::. Die Motive Eurer Fotos müssen nicht in die Kamera schauen. Emotionen, Beziehungen lassen sich oft viel besser einfangen, wenn gerade kein direkter Blick in die Kamera stattfindet, die Motive vielleicht sogar von hinten aufgenommen wurden.

.::. Es kann helfen, Euer Motiv bildfüllend aufzunehmen. Konzentriert Euch auf das Wesentliche, “cropped alles andere weg”.

.::. Versucht einen Moment vorm Auslösen innen zu halten. Hört in Euch hinein, was löst die Szene vor Euch aus – ein Gefühl der Ruhe, der Verbundenheit, der Lebensfreude? Woran macht Ihr das fest? An den Händchen, die einander festhalten? An der Schokoschnute? An dem Blick, den sich Eure Motive zuwerfen? An der Körperhaltung? Versucht Euch und Euer Foto genau auf dieses zu fokussieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Medienhafen-17

IMG_6273-2

IMG_7184-1

Fotoshooting-Kinderbauernhof-42

Foto4-3


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie

5 Tipps zur Objektivpflege

IMG_3343

Letztens haben wir ein paar schöne Tage am Meer verbracht. Wellen, der Horizont, Sand unter den Füßen. Herrlich, Kurzurlaub für Leib und Seele…
Ich schlepp meine Kamera ja überall hin mit – also auch mit zum Strand… Meine Transportlösung dafür ist ziemlich hemdsärmelig. Um zu verhindern, dass Sand an die Kamera gerät, wickel ich sie in ein großes Tuch ein und packe das ganze in einen Rucksack in den nichts anderes reinkommt, als die Kamera. Den hüte ich dann wie meinen Augapfel und lass keinen daran damit sich nichts mit Sand darin verirrt. Dass damit noch eine Tasche mehr zum Strand geschleppt werden muss, nehme ich gerne in Kauf. Klappt eigentlich ganz gut ;-) Trotzdem bin ich auf der Suche nach einer etwas stylischeren Lösung. Hätte gerne einen gepolsterten Beutel  mit Reissverschluss, so was hier z.B.

Vielleicht fühlt sich ja jemand von Euch mit Nähtalent berufen, sowas mal herzustellen?

Hier noch ein paar Tipps, wie Ihr Eure Objektive schützen und pflegen könnt.

.:: 1 ::. Benutzt einen UV-Filter.
Dies ist eigentlich nichts anderes, als eine “Glasscheibe”, die Ihr vor Euer Objektiv schraubt. Die Gegenlichtblende passt wie bei allen anderen Filtern noch darüber. Die Qualität und Lichtstärke eines Objektiv wird hierdurch nicht negativ beeinflusst, aber die wertvolle Frontlinse des Objektivs wird geschützt. Ein Kratzer oder hartnäckige Flecken sind so schlimmstenfalls “nur” auf dem Filter, welcher einfach ausgewechselt werden kann. Ich empfehle Euch beim Kauf des Filters nicht zu sparen, investiert lieber in einen hochwertigen UV-Filter und stellt damit sicher, dass dieser wirklich keinerlei Einfluss auf die Qualität Eurer Fotos hat. Mir wurden mal die Filter von B+W empfohlen und bei diesen bin ich auch geblieben.

.:: 2 ::. Entfernt Staub- und Sandkörner mit einem Blasebalg
Es gibt für ein paar Euro kleine Basebalge mit denen man sanft und gründlich Staub und Sand vom Objektiv entfernen kann. z.B. so einen. Zum Reinigen dreht man am besten das Objektiv nach unten und pustet mit dem Basebalg von schräg unten gegen die Linse, damit Staub und Sand auch tasächlich von der Linse runtergepustet und nicht nur darauf verteilt werden. Unterwegs tut es notfalls auch ein kräftiger Puster…

.:: 3 ::. Benutzt ein Microfasertuch
Anschließend reinige ich mit einem Microfasertuch und dem guten alten “Hauchen” die Linse. Damit werden kleinere Wasserflecken und Fingerabdrücke problemlos entfernt. Es gibt spezielle Microfasertücher im Kamerafachhandel, die handlich und klein sind. Ein Brillenputztuch tut es aber auch, aber dann bitte keins dieser feuchten Einmaltücher.

.:: 4 ::. Übertreibt es nicht!
Übertreibt es nicht und reinigt nur, wenn Ihr wirklich Staub, Sand oder Fingerabdrücke auf Eurem Objektiv seht. Und dann reibt erst, wenn Staub und Sand entfent sind, sonst zerkratzt Ihr beim Rubbeln eher die Linse/ den UV-Filter als sie zu reinigen. Ein einzelnes Staubkorn auf der Frontlinse werden Ihr auf den Fotos gar nicht wahrnehmen. Besonders vorsichtig seid bitte mit der hinteren Linse, die ja nicht mit einem Filter geschützt ist und deren Sauberkeit für die Qualität Eurer Fotos entscheidender ist.

.:: 5 ::. Last but not least: reinigt auch Eure Kameratasche
Wir Frauen wissen nur zu gut, was sich in Taschen so alles ansammeln kann. Uff… Deswegen reinigt auch Eure Kameratasche regelmäßig, schüttelt sie zumindest regelmäßig aus und haltet abundzu mal das Staubsaugerrohr rein. Hilft ja nichts Eure Objektiv zu reinigen und dann packt Ihr die Kamera in ein Bett aus Sand und Krümeln… ;-)

 

Also, kein Grund die Kamera zu Hause versauern zu lassen!

 

 

 


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie

ich mach das jetzt einfach

Tags

Share it

IMG_2030

Manchmal wird aus einem Hirngespinst ein Traum.

Aus einem Traum ein Plan.

Aus einem Plan ein “Ich mach das jetzt einfach”.

Und da ist sie nun – meine eigene Fotografie-Homepage. Ein wenig aufregend, den eigenen Namen und die eigenen Fotos so zu sehen. Und sehr sehr schön. Ich hatte ja schon mal geschrieben: Familien zu fotografieren ist genau mein Ding und macht mich einfach super glücklich. Zu erleben, wie jeder Spaß hat, wie Persönlichkeiten zu strahlen beginnen, wie die eigenen kreativen Ideen auf Fotos Wirklichkeit werden. Zu spüren, was für eine Freude man anderen damit bereitet, welche wertvollen Erinnerungen man schafft.

Hach.

Und wegen diesem “hach” will ich mehr davon! Deswegen bin ich jetzt einfach gesprungen und warte mal ab, wohin das kalte Wasser mich so treiben wird. Ich würde mich riesig freuen, wenn Ihr mal auf meiner Seite vorbei schaut und gerne auch ein “like” bei Facebook da lasst, dann fühl ich mich nicht mehr so allein ;-)

IMG_3133

Und falls Ihr aus Düsseldorf und Umgebung kommt: Habt Ihr vielleicht selbst Lust auf lebensnahe und ungestellte Familienfotos? Dann schreibt mir doch gerne eine email an info{at}melanieosterried.de. Ich baue ja derzeit mein Portfolio auf und biete daher für eine begrenzte Zeit noch kostenlose Foto-Sessions an.

Let’s collect moments, not things!


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie

 

IMG_9876
{Mhm, was macht man eigentlich, wenn man alle seine Objektive fotografieren möchte? ;-)
Man nimmt sein Handy, sorry für die Qualität…}

 

Wie die meisten von Euch habe ich auch am Anfang mit dem sog. Kit-Ojektiv, als dem Objektiv, das beim Kauf direkt im Set mit der Kamera mit dabei war fotografiert.

Das war für mich am Anfang vollkommen ok, ich war zunächst sowie von den Möglichkeiten einer Spiegelfreflexkamera so geflasht, dass ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass da noch viel mehr möglich wäre… haha ;-)

Ziemlich schnell trat dann aber doch dieses Gefühl von “menno, das kann doch nicht alles sein” ein und ich habe mich damit beschäftigt, was ich mir für ein Objektiv kaufen könnte. Ganz neue Welten taten sich dann mit einmal auf, ich war total überfordert mit all den Informationen und der Auswahl, die es beim Thema Objektive gibt. Nach vielem Lesen, langer Recherche im Internet und Gesprächen mit Fachverkäufern vor Ort hatte ich dann meine Entscheidung getroffen. Ich dachte, ich schreibe Euch mal auf, welche Objektiven ich mir im Laufe der Zeit so gekauft habe und warum. Vielleicht hilft Euch das ein wenig, falls Ihr Euch auch gerade mit der Frage beschäftigt, welches Objektiv Ihr Euch anschaffen sollt.

Also, das erste Objektiv, das ich mir gekauft habe war ein

Canon 50 mm, 1,4*
Nach meinen Recherchen war mir nämlich ziemlich schnell klar, dass ich eine sogenannte Festbrennweite haben wollte. Festbrennweiten haben – wie der Name schon sagt – nur eine feste Brennweite, d.h. man kann jeweils nur einen Bildausschnitt aufnehmen. Ans Motiv ran- oder rauszommen geht also nicht. Stattdessen muss man die Kamera weiter weg oder näher ran bewegen, also “mit den Füßen zoomen”. Das klingt erstmal wie ein Nachteil und zu Beginn ist das vielleicht auch ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber ich finde dieser feste Bildauschnitt hilft einem gerade am Anfang, sein “fotografisches Auge” zu schulen. Man sieht ein Motiv einfach bewußter, wenn man auch physisch merkt, dass man für einen bestimmten Bildausschnitt näher ran oder weiter weg gehen muss.

Außerdem haben Festbrennweiten den entscheidenden Vorteil, dass sie in der Regel lichtstärker sind, d.h. man kann sie weiter aufblenden. Die Maximal-Blende ist immer in der Bezeichnung des Objektivs angegeben. Das Canon 50mm 1,4 kann man also zum Beispiel bis zu einer Blende von 1,4 aufblenden. Große Blenden lassen mehr Licht auf den Sensor, dass heißt auch bei schlechteren Lichtverhältnissen sind noch gute Fotos möglich und – große Blenden erlauben eine geringere Tiefenschärfe! Daher kann man vor allem mit Festbrennweiten diese schönen sanften,verschwommenen Hintergründe erzielen. Festbrenweiten sind darüber hinaus auch präziser verarbeitet (es kommen weniger Linsen zum Einsatz), sind daher wertiger und Zoomlinsen in Sachen Kontrast, Brillianz und Schärfe überlegen. Hier muss man natürlich einschränkend hinzufügen: “in der Regel”. Es gibt natürlich auch günstige Festbrennweiten und superhochwertige Zoomobjektive, wobei dann letztere bei der Qualtität die Nase deutlich vorn haben.

Für mich ist das 50mm das ideale Einsteigerobjektiv. Die etwas lichtschwächere Variante 50mm 1,8* ist zudem unschlagbar günstig. Es ist meistens um die 100 EUR zu erhalten. Ich habe damals das 50mm 1,4 gebraucht kaufen können und mich daher direkt für die etwas teurere, aber eben auch lichtstärkere und besser verarbeitete Variante entschieden.

Gerade mit Kindern wünscht man sich auf Ausflügen oder im Urlaub aber dann doch schon mal ein Zoom-Objektiv, damit man einfach flexibler und schneller fotografieren kann. Deswegen habe ich mir als zweites Objektiv genau für diese Zwecke das

Tamron 17-50mm, 2,8*
Damit konnte ich dann auch mal ein wenig weiter fotografieren, also z.B. die Jungs direkt vor mir beim Eisessen oder eben auch die schöne Brücke etwas weiter weg ablichten. Gut an diesem Objektiv ist, dass es durchgehend eine Maximal-Blende von 2,8 hat. Bei vielen Zoom-Objektiven verändert sich nämlich diese Maximalblende je nach eingestellter Brennweite (z.B. auch bei den Kit-Objektiven). Das finde ich persönlich exrem nervig und verwirrend und hierauf würde ich immer achten, wenn ich ein Zoom-Objektiv kaufe! Der Nachteil an diesem Objektiv: seit meinem Umstieg auf eine Vollformatkamera kann ich es nicht mehr nutzen.

Als nächstes kam dann folgendes Objektiv hinzu:

Canon 85mm, 1,8*
Wieder eine Festbrennweite :) Dieses Ojektiv habe ich mir explizit für Portraitaufnahmen gekauft. Man kann es schön weit aufblenden und damit ein wunderbares Bokeh (diesen schönen cremigen Hintergrund) zaubern, es ist scharf, schnell und die Brennweite erlaubt es Motive von etwas weiterweg aufzunehmen, was ich gerade bei Sessions mit Kindern zu schätzen weiß, da man am Anfang damit noch etwas auf Abstand gehen kann und nicht gleich mit der Kamera quasi vor dem Gesicht klebt. Ich liebe dieses Objektiv! Mit einem Preis von ca. 350EUR zudem auch noch mit einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis ausgestattet.

Anfang dieses Jahres bin ich ja auf eine Canon 6d, d.h. auf eine Vollformatkamera umgestiegen. Und seit ein paar Wochen vervollständigt nun noch folgendes Objektiv meine Sammlung:

Sigma 35mm, 1,4*
Ui, was für ein Objektiv! Lichtstark! Scharf! Schnell! Leise! Ich liebe die 35mm Weitwinkel-Brennweite, damit kommt ganz einfach mehr aufs Foto…:)  auch wenn man mal bei engeren Gegebenheiten fotografiert. Die Bilder kriegen mehr Kontext. Perfekt um Familienleben zu dokumentieren, das nun mal nicht immer bei optimalen Licht und in Traumlocations stattfindet. Zusammen mit meiner Canon 6d ein ziemlich unschlagbares Team! Allerdings muss man wissen, dass beides zusammen ziemlich schwer ist…

Die letzten beiden Objektive, also das 85mm 1,8 und das 35mm 1,4 sind die Linsen, die ich nun eigentlich immer dabei habe. Egal, ob ich meine eigene Familie fotografiere oder für andere Fotos aufnehme. Diese Kombinationen machen mich im Moment superhappy und zufrieden! Daher denke ich, dass ich auch erstmal dabei bleiben werden. Sag ich zumindest heute…. ;-)

*Ich habe Euch die Objektive direkt zu Amazon verlinkt. Dabei handelt es sich um Affiliate Links, d.h. ich erhalte eine (kleine) Provision, wenn Ihr über diesen Link kauft, Euch kostet dies natürlich keinen Cent mehr! Lieben Dank, dass Ihr so ein wenig meinen Blog unterstützt!
 
 

Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie

Collect moments, not things!

Meine eigenen Kinder laufen ja mittlerweile eher weg, wenn sie sehen, dass ich meine Kamera in der Hand habe… ;-)

Dafür habe ich in letzter Zeit angefangen, andere Familien zu fotografieren.

Mit zwei Jungs im Haus weiß ich nämlich, wie k.o.man als Mutter an manchen Abenden sein kann und wie man sich trotzdem gleichzeitig nichts mehr wünscht, als die Zeit anhalten zu können. Wie einem das Herz aufgeht, wenn man sieht, wie seine Kinder zu tollen Menschen heranwachsen – und wie traurig man sein kann, wenn man realisiert, dass sie keine Babys mehr sind.

Deswegen habe ich “Collect Moments, not Things!” zu meinem Motto gemacht, wenn ich meine Kamera in die Hand nehme. Für meine Familie und auch für andere. Ich liebe es, mit meinen Fotos diese kleinen, flüchtigen Momente einzufrieren, Lebensfreude sichtbar zu machen, Persönlichkeiten einzufangen. So dass man sich immer wieder an diese Zeit zurückerinnern, Momente noch mal erleben, Gefühle noch mal empfinden kann. Außerdem weiß ich wie glücklich es eine Mutter macht, wenn sie auch mal selbst auf  Fotos zu sehen zu sein… ;-)

Hier kommt ein ganz kleiner Auszug aus einer meiner ersten Sesssions. Ich hatte so viel Spaß und fand die Zeit mit dieser Familie so großartig, dass ich das noch gaaaanz oft machen möchte!

IMG_2661

IMG_2002-Bearbeitet

IMG_1763-Bearbeitet

IMG_1991

IMG_2017

 

 

 

 

 


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie

So, heute gibt es endlich den Artikel zum “magischen Dreieck der Belichtung”, den ich Euch schon vor einiger Zeit versprochen hatte.

Die Idee des magischen Dreiecks besagt, dass es drei Variabeln gibt, die ein korrekt belichtetes Foto ausmachen, das weder zu hell noch zu dunkel ist: nämlich Blende, Belichtungszeit und ISO. Was es damit im einzelnen auf sich hat, hab ich euch in verschiedenen Blogposts schon mal ausführlich beschrieben (hier, hier und hier).

Folie1

Heute möchte ich Euch nun erklären, wie diese drei Dinge zusammenhängen.
Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an das Bild mit dem Fenster, das ich benutzt hatte um Euch den Zusammenhang zwischen Blende und Belichtungszeit zu erklären? Das war so: um einen Raum zu lüften, kann man entweder das Fenster auf Kipp stellen (=kleine Blende), dann muss man das Fenster aber länger auflassen, damit entsprechend genügend frische Luft reinkommt (=längere Belichtungszeit). Oder man kann Stoßlüften (=große Blende), dann muss das Fenster ensprechend nur kürzer aufbleiben (=kürzere Belichtungszeit).
Um die ISO, also die Lichtempfindlichkeit des Sensors, auch noch mit ins Spiel zu bringen, könnte man sich vorstellen, dass die ISO quasi der Frischluftbedürftigkeit (gibt’s das Wort? :) ) der Leute in dem Raum entspricht. Hat man also einen Raum mit kälteempfindlichen Warmduschern wie mich (=hohe ISO), braucht das Fenster nicht lange aufzusein (“ui, ja danke das reicht”).  Ist der Raum stattdesssen voll mit Frischluftfanatikern (= niedrige ISO) muss das Fenster länger offenbleiben, bis alle zufrieden sind. Easy, oder?

Alle drei Variabeln bedingen sich also gegenseitig (von wegen Magie und so…). Änderst Du die eine, muss Du zumindest auch noch eine andere Variabel mitändern um ein korrekt belichtetes Foto zu erhalten. Es gibt viele verschiedene Kombinationen aus Blende, Belichtungszeit und ISO, die alle zum Ziel eines korrekt belichteten Fotos führen, aber trotzdem ein jeweils unterschiedliches Ergebnis bringen. Du als Fotografin entscheidest, wie Du Dein Motiv in Szene setzen möchtest und kannst dementsprechend Deine Kameraeinstellungen auswählen.

Zu abstrakt? Ok, ich versuch’s mal konkreter.
Im ersten Schritt solltest Du die ISO einstellen. Und zwar in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse, die bei der Aufnahme herrschen, so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig. Fotografierst Du draußen bei Sonnenschein, wähl eine niedrige ISO-Zahl, nimmst Du innen in einem Zimmer mit nur einem Fenster ein Foto auf, wähle eine höhere ISO. Hier kannst Du noch mal mehr zum Thema nachlesen.

Also nächstes wäre zu klären, was Du auf Deinem Foto wie erreichen willst. Möchtest Du eine Portraitaufnahme mit einem unscharfen Hintergrund, von dem sich das Motiv schön abhebt? Dafür brauchst Du eine offene Blende (=kleine Blendenzahl). Nun hast Du schon zwei Variabeln fix, und die dritte leitet sich automatisch davon ab. Wenn Du nicht im M(anuellen)-Modus fotografierst und die passende Belichtungszeit per Belichtungsmesser selbst festlegen kannst, wähle in diesem Fall einfach den AV-Modus aus. In diesem kannst Du die ISO selbst festlegen (geht im kompletten Automatik-Modus nicht) und auch die von Dir gewünschte Blende auswählen. Die Kamera wählt dann automatisch, die dazu passende Belichtungszeit aus.
Solltest Du merken, dass diese von der Kamera ausgewählte Belichtungszeit zu lang ist um das Foto verwacklungsfrei aus der Hand aufzunehmen, weißt Du jetzt dank magischem Dreieck was Du tun kannst: nämlich die andere noch freie Variabel ändern – in diesem Fall die ISO. Diese kannst Du nun so lange erhöhen, bis Dir eine Belichtungszeit eingestellt wird, die Du ohne zu Verwackeln handeln kannst. Ja, höhere ISO bedeutet vielleicht etwas mehr Rauschen. Aber lieber mehr Rauschen, als ein total verwackeltes Foto!

Anderes Beispiel:
Du möchtest Deine spielenden Kinder draußen im Garten fotografieren. Die ISO hast Du entsprechend eingestellt. Nun weißt Du, dass Du eine kurze Belichtungszeit brauchst, um die Bewegung der Kinder “einzufrieren”. Du stellt also z.B. eine Belichtungszeit von 1/800 ein. Die dazugehörige Blende stellst Du dann entweder im M-Modus wieder selbst von Hand ein oder Du fotografierst im TV-Modus und lässt Dir die passende Blende von der Kamera einstellen. Auch hier gilt: gefällt Dir der erzielte Effekt nicht, in diesem Fall z. B. weil mit der ausgesuchten Blende die Schärfentiefe zu gering ist, kannst Du wieder über die ISO korrigieren. Erhöhe diese, dann kommst Du mit einer kleineren Blende (= größere Blendenzahl) aus. Oder Du lässt die ISO konstant, aber verringerst die Belichtungszeit noch etwas.

Immer daran denken: es gibt viele Wege nach Rom – also mehrere Kombinationen aus Blende, Belichtungszeit und ISO, die ein korrekt belichtetes Foto erzielen. Du musst die für Dein Motiv und Deine Lichtverhältnisse passende finden! So übernimmst Du die Kontrolle über Deine Fotos und lässt nicht Deine Kamera willkürlich entscheiden.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Üben, glaubt mir, es lohnt sich!

 


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie, Tutorials