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Vor gut zwei Wochen ist die erste Ausgabe von <<Camerawoman>> erschienen – dem ersten deutschsprachigen Fotomagazin, das sich explizit an Frauen richtet. Im Vorfeld der Erstausgabe ging es im Internet schon hoch her zu diesem Thema: Muss das sein? Das ist doch diskriminierend! Warum sollen Frauen nicht die gleichen Zeitschriften lesen, wie Männer? Frauen interessieren sich nicht für Technik beim Fotografieren – das stimmt doch gar nicht! usw. usw.

Ich muss sagen, ich war in meiner grenzelosen Naivität total überrascht von dieser Diskussion. Ich hatte mich nämlich schon länger gefragt, warum es im deutschsprachigen Raum (online und offline) nichts bis wenig für Frauen gibt, die gerne fotografieren. Die ganze Szene – angefangen bei den klassischen Fotomagazinen, über Youtube Channels und Fotoblogs, bis hin zu den Messeauftritten von Unternehmen auf der Photokina – ist doch sehr, sehr dominiert von Männerinteressen und -blickwinkeln. Ja, ich lese auch gerne mal bei neunzehn72, beim Stilpiraten oder auch Krolop & Gerst mit, ich kenn auch die Videos von Calvin Hollywood und Ben Jaworskyi -manches finde ich interessant, manches weniger, beim manchem schüttel ich echt den Kopf- wie halt so oft im Leben. Daneben (nicht stattdessen!) würde ich aber gerne noch viel mehr lesen und sehen VON und ÜBER Frauen, die fotografieren. Denn ja, ich finde Frauen fotografieren anders. Intuitiver, nicht so verkopft, emotionaler bei der Motivauswahl. In Fotos spiegelt sich immer die Summe aller Erlebnisse, Erfahrungen, Emotionen und Meinungen des Fotografen wider – und diese Summe ist bei Frauen anders als bei Männern.

Ist das schlimm? Nein.

Ist es diskriminierend zu versuchen, mit einem Magazin explizit dieser Unterschiedlichkeit gerecht zu werden? Ich finde: nein.
Wenn sich ein Angebot von Layout, Sprache und Themen an mich als Frau richtet, spricht mich das an. Deswegen lese ich gerne bei englischsprachigen Blogs wie shuttersisters oder clickitupanotch mit, lese eMags wie Click und liebe die creativelive Workshops, die von Fotografinnen gehalten werden. Bin ich deswegen unemanzipiert? Ich bin mir sicher: nein.

Aus diesem Interesse und Bedürfnis heraus, sind ja letztendlich auch meine clickLiebe-Kurse und dieser Blog entstanden. Und aus dem Feedback, das ich bekomme, kann ich ableiten, dass es vielen Frauen mit Kamera so geht wie mir. Und übrigens, nur weil es ein frauenspezifisches Angebot gibt, heißt es ja noch lange nicht, dass Frauen NUR dieses lesen sollen geschweige denn wollen. Ich kenne Frauen, die lesen begeistert die Beef, ich kennen Männer, die lesen regelmäßig die Brigitte. Es lebe die Vielfalt. Punkt.

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So, jetzt aber zurück zum ersten Heft von Camerawoman :) Die Erwartungen waren also hoch, das kann ich nicht leugnen. Die Idee fand ich super, kann das Heft aber auch halten, was ich mir versprochen habe?
Nun, sagen wir mal, es gibt es Licht und Schatten… Einige Dinge haben mir richtig gut gefallen, andere, naja, eher nicht.
Das Titelbild und -Layout sind z.B. nicht so mein Fall. Beim Bild denke ich tatsächlich auch: “Frauchen mit Kamera als Modeaccessoire”, also genau die Assoziation, die Kritiker im Vorfeld von einem Fotomagazin für Frauen erwartet hatten. Hier hätte ich mir mehr Mut gewünscht! Warum nicht ein Bild von einer starken Frau mit Kamera, warum nicht ein Bild, das von einer starken Frau mit Kamera aufgenommen wurde? Das Titellayout finde ich außerdem irgendwie merkwürdig leer, mir kam es fast so vor, als wäre was vergessen worden? Soll wohl Puristik und Eleganz vermitteln, mein Fall ist es eher nicht. Auch finde ich die Sprache der Artikelankündigungen teilweise unglücklich. Warum wird die tolle Esther Haase angekündigt mit den Worten “Fashion und Promis vor der Linse”. Eine unnötige Reduktion, die der Fotografin null gerecht wird, wie man feststellen kann, wenn man die tollen Fotos im Inneren des Hefts sieht.

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Gut fand ich die Tochter-/Mutter-Reisereportage. Auch die Obdachlosen-Fotos und -Geschichten von Sylvie Bendel und die Cafe-Reihe von Leni Moretti waren spannend. Gerne mehr davon! Auch die Produkt- und Linktipps fand ich klasse. Ich liebe so kleine Häppchen, die an meine niederen Kaufinstinkte appellieren ;-)
Die Tipps für bessere Sommerfotos waren mir etwas zu platt. Die Amsterdam-Reportage mit den Illustrationen etwas zu hipster-gewollt. Mit der kreativen Bearbeitung von Fotos mit Kaffee usw. konnte ich nichts anfangen. Konnte ich mir aber alles anschauen oder überblättern ohne mich dabei maßlos aufzuregen. :-) Das Advertorial von Olympus zu den Unterwasserfotos fand ich allerdings tatsächlich ziemlich plump und weder vom Text noch von den Bildern her gut gemacht. Da es direkt am Anfang kam, hat es leider meinen ersten Eindruck ziemlich negativ beeinflusst…

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Alles in allem lautet mein Fazit zur Erstausgabe aber: Eine gute Mischung, ein guter Anfang! Ja, da ist noch Platz nach oben, wie so oft, wenn jemand seine ersten Schritte tut…

Für die nächsten Ausgaben wünsche ich mir noch mehr spannende Berichte und Fotos von Fotografinnen, die ihren eigenen Weg gegangen sind.  Gerne auch eine Rubrik mit Bildkritiken (technisch und künsterlisch). Anspruchsvollere Tutorials und vielleicht eine breiter aufgestellte Text-Redaktion, die für etwas mehr Vielfalt bei der Sprache sorgt ;-)

Achso, eine Sache vielleicht zum Schluss noch, liebes Camerawoman-Team: diese Filmchen auf der Facebook-Seite gehen, finde ich, mhm, echt gar nicht.

 


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie

Bücher für Fotobegeisterte

Buchempfehlungen fuer Fotografinnen

Seitdem ich eine Spiegelreflexkamera besitze, lese ich alles, was ich zum Thema Fotografieren finden kann kurz und klein. Online und offline…

Heute zeige ich Euch mal meine Foto-Lieblingsbücher, die meisten sind allerdings leider auf Englisch. Wie so vieles was sich mit dem Thema Fotografieren beschäftigt und sich an Frauen als Zielgruppe richtet.
Hoffe, das ändert sich irgendwann mal, da haben die Verlage hier in Deutschland wirklich noch ein bisschen aufzuholen. Mitte Mai erscheint ja immerhin schon mal ein Fotomagazin, das sich an weibliche Fotografen richtet, da bin ich schon sehr gespannt drauf.
Für mich hat das übrigens auch nichts mit Diskrimminierung zu tun, wenn es Publikationen, Foren o.ä. gibt, die sich explizit an Frauen richten, die gerne fotografieren. Ich kann wirklich nur den Kopf schütteln, wenn ich manche Diskussionen zu diesem Punkt im Internet lese. Meines Erachtens ist das ganz einfach zielgruppenorientiertes Marketing… Ich persönlich fühle mich einfach mehr angesprochen, wenn Layout, Tonality und Inhalt sich an mich als Frau richten. Trotzdem interessiere ich mich auch für die technischen Details einer Aufnahme, das eine schließt das andere doch nicht aus. Manchmal kann man diesen Genderwahn auch echt zu weit treiben. Es gibt schließlich auch Kochmagazine, die sich explizit an Männer richten (Beef z.B), finde ich auch ok…

So, sorry, das lag mich noch am Herzen. Hier kommen jetzt meine persönlichen Lieblingsbücher für fotobegeisterte Frauen :)*

Vivian Maier  | Street Photographer //
Von Vivian Maier habt Ihr vielleicht schon gehört. Das ist die Geschichte von der Nanny, die in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts hunderte von fazinierenden Street Photography Aufnahmen in New York gemacht hat. Entdeckt wurden diese aber erst nach ihrem Tod, als jemand auf einer Auktion unentwickelte Filmrollen ersteigerte und erst im nachhinein realisierte, was für einen Schatz er da gefunden hatte. Ein Auszug aus ihrem Werk wurde in diesem Bildband veröffentlicht. Ein Vergnügen darin zu blättern – zum einen weil es so spannend ist ein Stück von New York aus dieser Zeit zu sehen, zum anderen weil ich es unglaublich fazinierend finde, was Vivian Maier für einen Blick für Szenen hatte und mit welcher präziser Technik sie ihre Bilder analog aufgenommen hat.

Expressive Photography – The Shutter Sisters’ Guide to Shooting from the heart//
Ein supertolles Buch randvoll mit Inspirationen, Tipps und Tricks , Beispielen und Erklärungen. Absolut empfehlenswert! Und gibt es übrigens auch auf deutsch :)

The Crafter’s Guide to Taking Great Photos //
Dieses Buch richtet sich explizit an Verkäuferinnen von selbstgemachten Produkten. Hier dreht sich alles darum seine Werke ansprechend für den Online-Auftritt zu fotografieren. Für verschiedenen Produktgruppen werden Empfehlungen zu Kameraeinstellungen, und Bildaufbau gegeben, Probleme und häufige Fragen erläutert und viele Beispiele gezeigt.

A Beautiful Mess – Photo Idea Book //
Ein Fotoideenbuch von Elsie und Emma, den zwei Mädels hinter dem superpopulären Blog “A beautifull mess”. Für meinen persönlichen Geschmack ist ihr Stil etwas zu bunt und quitschig, aber das Buch inspiriert einen auf jeden Fall einfach mal etwas neues auszuprobieren und Alltagsdinge mit anderen Augen zu sehen.

Capture the moment //
Ganz frisch erschienen ist dieses Buch und es zeigt wunderbare Beispiele und Anregungen, wie man die ganze Schönheit des alltäglichen Familienlebens einfangen kann. Zusammengestellt wurden diese übrigens von Sarah Wilkinson, der Gründerin der Plattform Clickinmoms, die ich Euch auch wärmstens ans Herz legen kann (leider auch auf englisch, sorry).

Habt Ihr vielleicht auch noch ein paar Tipps für mich? Welche Bücher haben Euch besonders gut gefallen, lasst mal hören!

*Ich habe Euch die Bücher direkt zu Amazon verlinkt. Dabei handelt es sich um Affiliate Links, d.h. ich erhalte eine (kleine) Provision, wenn Ihr über diesen Link kauft, Euch kostet dies natürlich keinen Cent mehr! Lieben Dank, dass Ihr so ein wenig meinen Blog unterstützt!

 


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie

Fotos aus iPhoto befreien

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Als ich mir vor 5 Jahren meinen iMac gekauft habe, habe ich angefangen mit iPhoto zu arbeiten, dem Fotoverwaltungsprogramm von Apple.

War halt drauf und ich kannte auch nichts anderes. Schon schnell war das zwischen mir und iPhoto aber eine ziemliche Hassliebe. Einerseits hat das mit dem Importieren etc. ganz konfortabel geklappt, so richtig verstanden hab ich das System aus Alben etc. aber nie… Außerdem wurde das Programm ab einem gewissen Zeitpunkt wahnsinnig langsam und puh, es nahm soviel Platz auf der Festplatte ein und irgendwie ran an die Fotos kam man auch nicht.

Nur wurde ja im Sommer letzen Jahres angekündigt, dass Apple iPhoto einstellt (genauso wie das Programm Aperture) und in 2015 ein neue verbesserte Software vorgestellt werden soll. Gut, dass ich sowieso schon länger mit dem Gedanken gespielt hatte mir auch Lightroom anzuschaffen, denn ich wollte endlich beim Fotografieren aufs RAW-Format umstellen. Das war mein Vorsatz für 2015 ;-) Gesagt, getan… Aber – ich wollte natürlich auch alle Fotos aus meiner iPhoto Bibliothek mit rüber nehmen. Nur wo ist diese blöde Bibliothek eigentlich und wie kommt man an die Fotos darin ran, grrr….?!?!?

Letztendlich hab ich’s geschafft und ich zeige Euch heute, wie es geht und dass es gar nicht so schwierig ist. Diese Vorgehensweise könnt Ihr anwenden, egal ob Ihr die Fotos in Lightroom oder Photoshop Elements importieren wollt oder einfach sauber irgendwo anders abspeichern möchtet.

Ich beschreibe Euch den Weg für einen Mac, auf einem PC müsste es aber ähnlich funktionieren. Die Pfade lauten nur wahrscheinlich anders.

1. Öffnet im Finder den Ordner {Username} / Bilder / Bibliothek iPhoto.

2. Ihr werdet sehen, dass die Bibliothek aber nicht angzeigt wird, da sie in einem “Paket” steckt. Um an dieses ranzukommen, klickt mit der rechten Maustaste auf “Bibliothek iPhoto”. Es erscheint ein Dropdown Menü, in dem Ihr den Punkt “Paketinhalt zeigen” auswählen müsst.

iPhoto Bibiliothek I

3. Der vorher nicht sichtbare Inhalt wird nur angezeigt. Nun wählt Ihr den Ordner “Masters” aus. Dort hat iPhoto sämtliche Fotos in Ordnern nach Jahren, Monaten, und Tagen (jeweils mit Zahlen bezeichnet) abgelegt.

iPhoto Bibiliothek II

4. Am besten dupliziert Ihr Euch den gesamten “Masters” Ordner und speichert Euch diesen an einem Ort Eurer Wahl ab. Ich habe die Kopie z.B. in “iPhoto Bibliothek” umbenannt und dieso so wie sie ist als Backup auf einer externen Festplatte abgelegt.

5. Wenn Ihr iPhoto nicht nur zur Verwaltung Eurer Fotos verwendet habt, sondern dort auch Fotos bearbeitet habt und diese Bearbeitung auch beibehaltet möchtet, müsst Ihr statt “Masters” den Ordner “Previews” (direkt darunter) kopieren. Dort sind die Fotos inkl. Bearbeitung abgespeichert.

6. Wenn Ihr zukünftig ohne iPhoto direkt über die Ordner auf Eure Fotos zugreifen und noch weitere Bilder ablegen möchtet, bietet es sich an, die Ordner mit eingänglicheren Namen umzubenennen oder auch eine ganz andere Ordnung in diesen herzustellen. Dies ist aber Geschmackssache, ich finde die Sortierung nach Jahr und Monat ganz gut, würde persönlich aber hinter die Monatszahlen noch die Monatsnamen schreiben und innerhalb von diesen nach Ereignissen sortieren. Aber wie gesagt, jeder so wie er mag.

7. Wenn Ihr das ganze in Lightroom importieren möchtet, könnt Ihr den Ordner mit all seinen Unterordnern so lassen wie er ist und beim Importvorgang in Lightroom festlegen, in welcher Sortierung die Fotos in den Katalog eingespielt werden sollen. Ich habe hier “nach Datum” ausgewählt und dann noch nachträglich die Ordnernamen angepasst. Übrigens, ab Lightroom 5.7 gibt es eine automatisierte Import-Funktion aus iPhoto nach Lightroom (über Datei / Zusatzmoduloptionen). Das habe ich aber selbst nicht ausprobiert, daher kann ich hierzu leider nicht viel sagen.

Ihr seht – gar nicht sooo schwer, oder? ;-)
Ich bin auf jeden Fall super happy und richtig erleichtert, seit dem ich meine Fotos aus iPhoto “befreit” und nun wirklich ein durchgängiges Fotoarchiv in Lightroom habe!

 


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie

schöne Kamerabänder

Habt Ihr noch Euer Original-Kameraband an Eurer Kamera?

Ich hatte meins auch lange getragen, bis ich auf der letzten Photokina all diese Männer mit ihren Riesenobjektiven und Canon- oder Nikon-Bändern um den Hals gesehen habe…
Da wußte ich: etwas neues muss her! ;-)

Hier einige tolle Alternativen für den schwarzen Einheits-Look. Oder Ihr näht Euch sogar Euer eigenes Band mit dem DIY Set aus #6.

Ich hab mich übrigens für #2 entschieden und bin sehr happy damit: es ist lang genug, dass ich es auch über Kreuz tragen kann, trotzdem bequem und vor allem hübsch!

 

Kamerabänder
.::1::.    Kameraband von Blinni Fashion
.::2::.   Twist Braid von clickclickzoom
.::3::.   Rue Charlemagne von Bloom Theory
.::4::.   Pop grey/ yellow von Photographersfriend
.::5::.  Stardust silver von Bloom Theory
.::6::.   DIY Set Kameraband von Snapply
.::7::.   Zickzack von Blinni Fashion


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie

ISO – was ist das eigentlich?

Bestimmt habt Ihr schon mal was von ISO gehört? Oder habt Euch vielleicht schon mal gefragt, was dieser Knopf an Eurer Kamera eigentlich zu bedeuten hat?
Heute erzähl ich Euch mal, was es damit eigentlich auf sich hat.

Der Begriff ISO stammt noch aus Zeiten der analogen Fotografie. Mit “ISO + einer Zahl” wurde früher die Lichtempfindlichkeit eines Films bezeichnet. Je empfindlicher der Film war, desto weniger Licht benötigte der Fotograf um korrekt belichtete Fotos zu erhalten. Ganz praktisch, allerdings galt diese Lichtempfindlichkeit dann natürlich für alle Aufnahmen, die mit diesem Film gemacht wurden.

Heute bezieht sich die ISO auf die Lichtempfindlichkeit des digitalen Sensors einer Kamera. Dadurch können wir sie von Aufnahme zu Aufnahme varieren!

Die Standard-ISO Skala (z.b. an einer Canon 600d) lautet 100 | 200 | 400 | 800 | 1600 | 3200 | 6400. Die Werte verdoppeln sich also. An einigen Kameras (z.B. der Canon 6d) sind auch Zwischenstufen einstellbar.

Je höher die ISO-Zahl ist, desto HÖHER ist die Lichtempfindlichkeit des Sensor eingestellt, das heißt desto WENIGER Licht ist notwendig für ein korrekt belichtetes Foto. Je NIEDRIGER die ISO-Zahl, desto MEHR Licht wird benötigt um ein “gutes Foto” hinzukriegen.

Im ersten Moment könnte man natürlich denken, “prima, also stell ich doch die ISO einfach so hoch wie möglich, dann krieg ich immer gute Fotos hin, egal wie die Lichtverhältnisse sind”. Leider nicht ganz, denn die hohe Lichtempfindlichkeit des Sensors hat einen Preis: je höher nämlich die ISO ist, desto größer ist leider auch das sogenannte “Rauschen”, d.h. die Fotos erscheinen grisselig. Ich hoffe, man kann das am Bildschirm erkennen, aber Ihr wisst, was ich mit grisselig meine, oder?

ISO100

ISO2

Also noch mal zusammengefasst:

Niedrige ISO-Zahl=> geringe Empfindlichkeit des Sensors, mehr Licht wird benötigt, weniger Rauschen

Höhere ISO-Zahl => hohe Empfindlichkeit des Sensors, weniger Licht wird benötigt, mehr Rauschen

Man sollte die ISO immer so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig einstellen.

Als Daumenregel kann man sich an folgenden Werten orientieren:

- Außenaufnahmen, Sonnenlicht                    ISO 100 – 200
- Innenaufnahmen, Schatten                        ISO 400 – 800
- Schlechte Lichtverhältnisse, Dämmerung     ISO >800

Die Einstellung der ISO sollte immer der erste Schritt sein, den Ihr vor der Aufnahme eines Fotos tut.

Also erstmal checken: wie ist das Licht? Dann die ISO so niedrig wie möglich einstellen und schauen, ob Ihr damit eine passende Kombination aus Blende und Belichtungszeit hinbekommt. Wenn nicht: habt keine Scheu, Eure ISO höher zu stellen. Denn 1. ermöglicht Euch das auch in schlechten Lichtverhältnissen noch richtig belichtete Fotos hinzukriegen und 2. ist das Rauschen zumindest bei der Verwendung von Fotos für Online-Zwecke meist vernachlässigbar (siehe oben)!

Wie immer gilt: diese Einstellung könnt Ihr nicht im Vollautomatik-Modus vornehmen. Noch ein Grund mehr raus aus dem A-Modus zu kommen :) Wählt stattdessen den M- oder einen Teil-Automatik-Modus wie AV oder TV aus.

Dann könnt Ihr die ISO-Taste an Eurer Kamera drücken. An einer Canon 600d sieht die z.B. so aus:

Iso

Auf Eurem Display seht Ihr dann den aktuell eingestellten ISO-Wert und könnt diesen über das Drehrad variieren.

Iso II

 

So, nach Blende und Belichtungszeit habe ich heute mit der ISO die dritte Komponente des sogenannten “magischen Dreiecks der Belichtung” vorgestellt.

Diese drei Dinge, also Blende, Belichtungszeit und ISO bedingen sich nämlich gegenseitig, aber wie genau das ganze zusammenhängt, das erzähl ich Euch in einem anderen Blogbeitrag :)

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie, Tutorials

aus blogLiebe wird clickLiebe!

click click

Falls Ihr mich schon ein wenig länger begleitet, wisst Ihr vielleicht, dass sich bei mir alles Schritt für Schritt, quasi evolutionär entwickelt hat.

Angefangen hatte alles mit Baby-Tshirts, daraus entwickelte sich das Bloggen, über das Bloggen habe ich meine Liebe zur Fotografie bzw. Bildbearbeitung (wieder-)entdeckt, daraus wiederum ist die Idee für meine Workshops und Online-Kurse entstanden.

Ich wußte vorher nicht, wohin der Weg mich führt, hatte (und habe) ehrlich gesagt keinen Plan. Um so spannender finde ich, wie das alles so gekommen ist und was da noch so kommen mag.

Heute gehe ich also nun den nächsten Schritt: aus der blogLiebe wird die clickLiebe!

In den letzten Monate habe ich nämlich gemerkt, dass meine Kurse nicht nur Bloggerinnen ansprechen. Mein Produktfotografie- und auch der Retuschekurs richtet sich ja schon an eine breitere Zielgruppe. Und auch unter meinen Leserinnen hier auf dem Blog finden sich nicht mehr nur Bloggerinnen, sondern immer mehr “allgemein fotobegeisterte” Frauen.

Deswegen fand ich einfach, dass blogLiebe bzw. “bloggen, lieben, lernen” nicht mehr so richtig passt. Stattdessen geht es ja eher ums Clicken: das Clicken des Auslösers, das Clicken der Maus und auch um den Click im Kopf, wenn man so einen typischen Aha-Moment erlebt oder merkt, das Fotos seine wahre Leidenschaft sind.

Gedacht, getan: absofort nennt die blogLiebe sich also clickLiebe. Alles andere bleibt gleich. Oder stopp, nein, nicht ganz: zukünftig soll es sich hier auf dem Blog und in den Kursen noch mehr auch um das Thema Fotografie drehen.

Und dann schau ich einfach mal, was noch so alles passiert… Schön, dass Ihr dabei seid!

Happy clicking!


Geschrieben von clickLiebe in Blog, Fotografie